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Tagebuch aus der Gefangenschaft von Klaus Borries, 1945-1947

Item 26

Transcription: Linke Seite 16.1.47 a 1130 ab Lager R. Zach kommt mit ans Tor. Der Graf du Moulin-Ecart und  Manfred kommen auch, Handlinien! Collmann! Postwagen fährt uns zum Bhf. R.T.O. Wartesaal Ami mit dtschen Mädchen. Dann auf vollem Bhnsteig vorbei an Bürger die über Posten ulkige Bemerkungen machen. Er trägt mir Koffer. Zugabteil f. Ami wieder Ami mit dtsch. Mädchen, Ami  ruft  ihr jungen Hund. Der pinkelt auf Decke. 1314 ab nach Mchn. Planmäßige Fahrt. Posten 19 Jahre Chikago bietet mir immerzu Cigar.ten an. Ich ihm Komissbrot. Wir rauchen beide. Mchn. 17:45. Koffer bei Amigepäck. Kampf um Taxe. Fahrer sieht mich und sagt: „Bitte kommen Sie Kamerad"! Bürgerbräu Rotes Kreuz Ami. Ich warte draussen allein. Er bekommt auch dort keine Verpflegung.  ... mich auf Bhf. Auch Bürokratie. Den 3. Ort wo er  etwas  bekommen könnte. Hat der Junge vergessen? 1930 mit D Zug ab Mchn über Ansbach nach Ffm. Ami- wagen. Posten schläft gleich ein, 3. Mann im Abteil sagt "„kann ich etwas    Rechte Seite   für Sie tun?  Bin Dachauer KZ-ler." „Danke". Nein, nicht nur Sie denken, Oberscharführer, habe bei Borrisow auf den Verpflg ... Verwalt führ in die Schnauze geschlagen. – 8 Jahre. Verächt- lichmachung Offiz.korps, Zersetzung der Wehr- macht. Beim Kriegsgericht Schluß- frage. Haben Sie etwas zu sagen. Ja ich würde jeden Schreiber und   ...SA'er Offizier wieder in die Schnauze schlagen Neuer Spruch 10 Jahre! Ja, die SS Richter. Aber unser Jungs von  so-  - War jetzt in D. als Zeuge für die Anständigen Bewacher. Als der jüdische Angeklagte Termin fertig war, hat der jüd. Ankläger vor der Öffentlichkeit nochmals festgestellt dass ich Oberscharführer war, Ich glaube jetzt holt mich der C.I.C. — Er nahm Brief mit, Ffm: Amiwartesaal.  Stummelsammelnde Deutsche. Ba. In Ffm 430. Ab. 615 nach Oberursel Ganz  durchfahren

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Brief von Philipp Reemtsma an Wolf Erwin Alexander von Waldow

Item 2

Transcription: Lieber Herr von Waldow, Ein ... gibt mir Anlaß, Ihnen auch auf diesem Wege zu sagen, daß ich glücklich bin, Sie unter meinen Mitarbeitern zu wissen. Damals, als ich Sie kennenlernte  als Ihre

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Tagebuch aus der Gefangenschaft von Klaus Borries, 1945-1947

Item 25

Transcription: Linke Seite   Redensarten jede Menge,               aus den Socken sein auf Null stellen, es knallt im Karton, abstauben, zur Prothese machen zur Muffe           " zur Sau               " aus den Socken sein  Rechte Seite   Am 28.12.46  „Urlesung" der Insel bei Zach. (Wimmer, Zopf, Dux, Reiser, Lingg, Rössner).  Verlagung wird angekündigt. Es ist wirklich schlimm.  Alles wird zerrissen. -  Rocholl macht Flügelschlag mit einem Prof. Gebhardt vom Sonderminist. Will wohl Antifaschistengruppe bilden. - Ordensburg Schulung u.s.w. Zach vor Weihnachten 5 Tage Boxe 9, Ende des Jahres schwere Kälte bis -22°. Primitive Waschverhältnisse. Vortrag Dr. Zirnbauer spricht über alte Musikinstrumente. Endlich am 2.1.47 vernommen Serg Michael "Ich habe sie nicht verhaftet.". --- 1. Spruchkammer 9.1.47., Beisitzer mit Fusssack, frei Fleisch u. Bier für SA Männer im bayr. Wald.  Anders als in Ingolstadt, verhandel Salm. ------- Am 16.1. ab Regensburg mit PKW zum Bhf. Gefr. bringt mich via  ...  Closetinschriften „Wenn Du noch eine Mutter hast" Gebt uns mehr zu essen . . . .; Nie  ...  ... Keinen . . .  ... , Deutsche Frau . . . . Die Deutschen sind alle Schwe . . . .  Ihr Drecksäcke

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Tagebuch aus der Gefangenschaft von Klaus Borries, 1945-1947

Item 24

Transcription: Linke Seite   Das Land lag wieder sanft u. grün im Friedens glanz, da zierte sie mit Laub und Blumen jedes Tier und führte singend ihre Herde aus dem Wald; auch ein paar neugeborne Kälbchen hüpften mit. Die Magd war gross und schön geworden in der Zeit. Seegrasgeflechte trug sie um zerrissnen Rock. Sie sang und sang.  Entgegen lief ihr gross und klein. Die Rinder brüllten selig zu den Höfen hin. Die Jugend jauchzte.  Alte Leute weinten laut. Wem aber, wem erzähl ich dies?  Wer sagt uns denn, ob du zum Sein entsandt bist?  Ob du je das Brot der irdischen Felder essen wirst?  Ach, unser Stern ist voll Gefahr!  Doch wissen wir: durch unser Sein und unser Nicht-Sein kreist ein Unerkennbares. Wir nennens Liebe.  Liebe beten wir dir zu. Sekunden brauchts, um die Figur des Menschen zu umgehen. Doch wer die Seele eines Liebenden umwandern will, dem reichen alle Jahre seines Erdenwegs nicht aus.  Rechte Seite   Schöne Abende bei Zach. Wimmer, Zopf, Rössner, Lingg. Im Revier Renner 70 Jahre, Opa Müller 68. Armbruster, Gefangener aus Aserbeidschan. Abends oft kein Licht.  Leider kein Handwerkszeug mehr.  Kann nur schreiben u. etwas zeichnen. Mein Eiweissmangelschaden machte mich müde. Zach. hat mir vielleicht das Leben gerettet indem er mich von der Lagerstrasse fort ins Revier holte. – Prof. Kollmann, Eberswalde, 2. Bgmstr. Allmählich Briefwechsel mit alten Freunden. Die sind der beste Halt!  Vorherige Briefordnung sehr schlecht.  Schwarzbriefe gefährlich  MI5  : Strauss; Gendell; Marks; Green; 15.10.  Dtsche Verwaltung.  v. Wurmb.  Essen sofort   besser, dann schwer abfallend.  Ende Nov.   an 2 Tagen ohne Abendbrot.  Ohne Hilfe verhungert man.  Grüne Polizisten helfen uns, stehen uns bei.  Z.T. Verbrecher dabei gewesen, ausgemerzt. Viele Häftlinge fliehen infolge Ungewissheit und Hoffnungslosigkeit. Warte, dies schreibend auf Vernehmung. Denke oft an den grauenvollen Marsch bei Ankunft in Langwasser.  Beschwerde an Oberstl. Clisson Olt. Kaltenbach vernimmt mich dort.  Er ist betrunken (Siegesfeier Japontag).  Pflaster am Kopf.  Katze auf Schoss.

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Story Metadata (99 Stories)

 
 
 
 

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Sitzungsprotokolle vom Gemeinderat der Mennoniten-Gemeinde Berlin 1945-1946

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Description: Schwiegervater war Diakon der Gemeinde und hat zeitnah die Gespräche aufgeschrieben, was in der Gemeinde vor sich ging, inkl. Informationen zu Suchaufträge, neuankommenden Menschen und Hilfsmöglichkeiten

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Nachforschungen zum vermissten Felix Unger

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Description: Die Beiträgerin Edelgard Serick (siehe auch Geschichte der Familie Schier) lernte 1960 ihre späteren Ehemann kennen. In dieser Geschichte geht es um die Nachforschungen einer Mutter zu ihrem im Krieg vermissten Sohn Felix. Der Leutnant Felix Unger (geboren 18.6.1899) wird seit dem 26.6.44 in Bobruisk vermisst. Seine Mutter Agnes Unger (Oma von Frau Sericks Ehemann) versucht über Jahre hinweg, jeden kleinsten Hinweis über ihren Sohn zu erfahren. Sie schreibt dazu nicht nur an offizielle Stellen (Suchdienst des Roten Kreuzes etc.), sondern auch an ehemalige Kameraden. Die Briefe reichen bis ins Jahr 1950. (Hinweis: Bei einem Antwortschreiben gibt es einen Fehler: am 3.8.44 schreibt Oberstleutnant Höfter versehentlich an Agnes Unger, dass der "Gatten" leider als vermisste gelten müsse, gemeint ist aber der Sohn).

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Brief von Philipp Reemtsma an Wolf Erwin Alexander von Waldow

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Description: Der Brief stammt aus dem Nachlass meines Großvaters, Wolf Erwin Alexander von Waldow. Er war seit 1938/39 für die Firma Reemtsma, Hamburg, tätig und dort für den Bereich Orienttabake zuständig. Nach familiärer Überlieferung bestand ein gutes Verhältnis zur Familie Reemtsma. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste mein Großvater das Unternehmen verlassen. Als Grund wird einerseits genannt, dass es für Orienttabake keine Abnehmer mehr gab. Eine alternative Überlieferung besagt, dass er seinen Posten zugunsten eines jüdischen Mitarbeiters räumen sollte, der 1938 emigriert war und nach Kriegsende zurückkehrte.

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Studienunterlagen von Elisabeth Krallert von Humboldt Universität Berlin

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Description: Elisabeth Krallert (Mutter von Petra Nowak) hat ihr Studium für Lehramt Anglizistik in Greifswald begonnen in 1945 und 1946 in Berlin fortgesetzt. Es liegen Studienausweise der Fakultät Greifswald und Berlin (1945-46) vor und das Abschlusszeugnis der Humboldt Universität (Abschluss in 1951). Nach ihrem Studium zog Frau Krallert nach West-Berlin um.

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Enrichments (2,998 Items)

 
 
 
 

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