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1946 - Taschenkalender von Joachim Dübler aus Berlin
Item 1
Transcription: Taschenkalender 1946
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Geschichte von Max Bindel
Item 1
Transcription: Liebe Drea, die Sache mit Luxel hat mich sehr interessiert, esist wie überall wenn man sich nicht auf die Hinterbeine stellt, wird man umgerannt. §brigens der einfachste Weg, nachzuweisen, dass Luxel Volljude war ist, wenn Du an das Standesamt nach München schreibst und um eine Geburtsurkunde bittest, da steht genau drin, dass Luxels Eltern Volljuden waren und L.selbst selbst auch. Du legst RM 1.-- bei und der Fall ist erledigt. Das Geburtdatum weisst Du ja und die Namen meiner Eltern auch, aber der Sicherheit halber will ich sie Dir hier nochmals aufschreiben. Vater: Jakob Hersch Bindel, Mutter: Eugenie Bindel, beide gebürtig in Lemberg.Luxel:14.Sept- 1901 in München. [Brief v. 4. II. 48 v. Friedel]
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"Lübeck ist als freie Stadt besetzt worden." Postkarte des Berliners Joseph Drauschke vom 8. Mai 1945
Item 1
Transcription: Lübeck, d. 8. V. 45. Meine Lieben ! Ich bin gesund und munter. Lübeck ist als freie Stadt besetzt worden. Herzliche Grüsse und Küsse Euer Vati Ich bin Hilfspolizei. Abs. Jos. Drauschke b. Haß Lübeck, Ludwigstr. 38. VV Verlag Schöning & Co., Lübeck Poststempel: Großheringen 14.9.45. 12-13 a roter Kastenstempel, Fraktur: Gebühr bezahlt Frau Erna Drauschke Manebach (Thür.) Eisengasse 1.
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"Unser Werner lebt" - Postkarte zu Silvester 1945
Item 2
Transcription: Linke Seite: Ein recht frohes und vor allem gesundes Neu-Jahr wünscht Dir und Herstel Deine Lotte und Eltern. Hoffentlich bringt uns das neue mehr Glück als das alte. Deinen Brief erhalten vielen Dank. Ich schreibe Dir bald Antwort. Heut ist heiliger Abend, trübe Stimmung. Alles Gute D. Lotte Rechte Seite: umseitig über Adressfeld angefügt: Unser Werner lebt Poststempel ALTENBURG (THÜR) 28.12.45 -12 b Briefmarke SBZ West-Sachsen DEUTSCHE POST 6 PFENNIG DEUTSCHE POST Adressfeld: Frau Gertrud Neitzert Berlin-Weißensee Pistoriusstr. 141
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Familiengeschichte von Otto und Herta Schier
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Description: Die Beiträgerin Edelgard Serick (geb. Schier) - zu sehen rechts auf ihrem Einschulungsfoto mit ihrer Freundin Ingrid, schreibt: "Vor über 20 Jahren habe ich für meine Kinder und Enkel unsere Familiengeschichte aufgeschrieben. Der erste der fünf Teile umfasst die Zeit von meiner Geburt Ende 1944 bis zu Einschulung 1950 (basierend im wesentlichen auf Erinnerungen meiner Mutter). Vielleicht ist Einiges ja interessant für Ihre Thematik '80 Jahre Kriegsende – Befreiung Europas'." Edelgard Serick wurde am 26. Oktober 1944 in Berlin als Tochter von Adolf Franz Otto Schier (1906 – 1984) und Margarete Anna Herta Schier, geb. Janetzky (1919 – 2011) geboren. In dieser Zeit arbeitete ihr Vater bei der DVL (Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt) und ihre Mutter bei der Sparkasse in Eichenwalde. Ihr Vater wurde durch seine Tätigkeit bei einem kriegswichtigen Betrieb nicht eingezogen. Gegen Kriegsende wurde er jedoch Mitglied des Volkssturmes und übernahm den Wachdienst während Luftangriffen in seinem Betrieb. Sein Arbeitgeber forderte einen Teil der Belegschaft auf, vor der Roten Armee in eine Zweigstelle der DVL nach Travemünde zu fliehen. Dort erlebte er das Ende des Krieges. Nach Kriegsende waren in der Siedlung in Berlin-Johannisthal, in der Edelgard Sericks Familie lebte, viele Häuser von russischen Soldaten besetzt. Da auch das Haus der Familie Serick besetzt worden war, lebten sie vorübergehend bei einer Nachbarin. Ihre Mutter erinnert sich an einen einfachen Soldaten aus Leningrad (heute St. Petersburg), der von ihr Deutsch lernen wollte. Er brachte heimlich ihrer Tochter Edelgard Lebensmittel mit. Ab Kriegsende bis einschließlich 1949 war ihr Vater bei der von der sowjetischen Besatzungsmacht errichteten ATB (Auto-Technischer Betrieb) angestellt. Zunächst legte er hier Maschinenteile für den Transport in die Sowjetunion auseinander, später erhielt er einen Verwaltungsposten im Unternehmen. Der Job brachte einen besonderen Vorteil: Neben den Lebensmittelkarten gab es jeden Monat eine Sonderration, die je nach Position unterschiedlich großzügig ausfielen. Ab 1949 arbeitete in einem neugegründeten technischen Betrieb. Während ihr Vater an den Maschinen arbeitete, machte sich ihre Mutter auf den Weg ins Berliner Umland, um Lebensmittel zu besorgen – wie viele Berliner damals. Die Unterlagen stammen aus dem Zeitraum von 1945 bis 1950. Sie enthalten mehrheitlich Dokumente des Vaters: Arbeitszeugnisse, ein Bericht des Vaters über das Büro des neuen Betriebs aus dem Jahr 1949, eine Ausweiskarte und ein polizeiliches Führungszeugnis sowie Bankdokumente von Edelgard Serick und ein Foto von ihrer Einschulung aus dem Jahr 1950. Der erste Teil der Familienerinnerungen von Edelgard Serick ist ebenfalls in der Story enthalten.
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Sitzungsprotokolle vom Gemeinderat der Mennoniten-Gemeinde Berlin 1945-1946
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Description: Schwiegervater war Diakon der Gemeinde und hat zeitnah die Gespräche aufgeschrieben, was in der Gemeinde vor sich ging, inkl. Informationen zu Suchaufträge, neuankommenden Menschen und Hilfsmöglichkeiten
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Nachforschungen zum vermissten Felix Unger
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Description: Die Beiträgerin Edelgard Serick (siehe auch Geschichte der Familie Schier) lernte 1960 ihre späteren Ehemann kennen. In dieser Geschichte geht es um die Nachforschungen einer Mutter zu ihrem im Krieg vermissten Sohn Felix. Der Leutnant Felix Unger (geboren 18.6.1899) wird seit dem 26.6.44 in Bobruisk vermisst. Seine Mutter Agnes Unger (Oma von Frau Sericks Ehemann) versucht über Jahre hinweg, jeden kleinsten Hinweis über ihren Sohn zu erfahren. Sie schreibt dazu nicht nur an offizielle Stellen (Suchdienst des Roten Kreuzes etc.), sondern auch an ehemalige Kameraden. Die Briefe reichen bis ins Jahr 1950. (Hinweis: Bei einem Antwortschreiben gibt es einen Fehler: am 3.8.44 schreibt Oberstleutnant Höfter versehentlich an Agnes Unger, dass der "Gatten" leider als vermisste gelten müsse, gemeint ist aber der Sohn).
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Brief von Philipp Reemtsma an Wolf Erwin Alexander von Waldow
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Description: Der Brief stammt aus dem Nachlass meines Großvaters, Wolf Erwin Alexander von Waldow. Er war seit 1938/39 für die Firma Reemtsma, Hamburg, tätig und dort für den Bereich Orienttabake zuständig. Nach familiärer Überlieferung bestand ein gutes Verhältnis zur Familie Reemtsma. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste mein Großvater das Unternehmen verlassen. Als Grund wird einerseits genannt, dass es für Orienttabake keine Abnehmer mehr gab. Eine alternative Überlieferung besagt, dass er seinen Posten zugunsten eines jüdischen Mitarbeiters räumen sollte, der 1938 emigriert war und nach Kriegsende zurückkehrte.
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